Ulme

Der Name Ulme leitet sich aus dem lateinischen „ulmus“ ab. Der Name Rüster stammt aus dem Althochdeutschen. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man beim Baum eher von der Ulme, beim Holz eher von Rüster.

lmengewächse sind mit über 100 Arten weltweit verbreitet. Am häufigsten vertreten ist die Bergulme, die bis auf die sehr südlichen und sehr nördlichen Regionen verbreitet ist. Das sogenannte Ulmensterben führte zu einer starken Verringerung der Bestände und zu einem stark rückläufigen forstwirtschaftlichen Anbau.
Ursache sind zwei Pilzarten, die das lebende Splintholz befallen und so zum Tod des Baumes führen. Weder durch Züchtungen noch durch Pflanzenschutzmittel konnte dem Schwund dieser wertvollen Holzart bisher wirksam entgegengetreten werden.

Splint- und Kernholz unterscheiden sich deutlich. Der Splint ist meist gelblichweiß, der Kern je nach Ulmenart unterschiedlich dunkel. Von lebendiger, deutlich dunkelbrauner Färbung sind die Feld- und die Bergulme.
Das Holz der Ulme ist hart und schwer. Es ist fest, dabei relativ elastisch und zäh. Es schwindet nur gering.

Nach der Trocknung weist es ein gutes Stehvermögen auf. Die natürliche Dauerhaftigkeit ist gering. Das Holz ist durch die hohe Festigkeit etwas erschwert zu bearbeiten. Die Oberflächenbehandlung ist ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen.