Hainbuche

Die Hainbuche, auch Weißbuche genannt, ist in weiten Teilen Europas bis zum Kaukasus verbreitet. Die Hainbuche wächst in der Ebene und im Hügelland. Sie tritt dabei häufig in Mischwäldern, selten in reinen Beständen auf.
Die Bäume werden zwischen 20 und 25 Meter hoch und bis zu 150 Jahre alt. Der Holzeinschlag geschieht in der Regel mit 70 bis 80 Jahren.

Obwohl namentlich verwandt, gehören Hainbuche und Rotbuche verschiedenen botanischen Familien an. Die Hainbuche gehört der Familie der Haselnußgewächse (Carpinaceae) und wird oft auch der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) zugerechnet.

Das Holz der Hainbuche ist von gleichmäßiger heller, grauweißer bis gelblichweißer Färbung. Splint- und Kernholz unterscheiden sich nicht farblich. Die Jahresringe sind erkennbar, aber treten nicht deutlich hervor. Die Poren sind recht fein und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Insgesamt hat das Holz der Hainbuche eine schlichte Textur.
Wegen seiner großen Dichte und Härte wird das Holz der Hainbuche überall dort eingesetzt, wo starke Beanspruchungen auftreten. Früher wurde es häufig bei der Herstellung von Schuhleisten, Werkzeug, beim Wagenbau und bei Windmühlen eingesetzt. Hainbuchenholz spielt z.B. im Klavierbau immer noch eine große Rolle. Hobelsohlen und andere Werkzeuge, Hackblöcke für Fleischereien oder Billiardqueues sind weitere typische Anwendungsbeispiele.

Das Holz der Hainbuche ist das schwerste der einheimischen Baumarten. Es ist dementsprechend sehr dicht und hart. Weiterhin gilt es als zäh und elastisch. Seine Bruchfestigkeit ist noch größer als die der Eiche.
Als Nachteil darf das starke Schwinden gelten. Auch neigt das Holz zum Reißen und Werfen.
Das Holz lässt sich nicht gut spalten, aber gut biegen. Nagel- und Schraubverbindungen sind zwar nur mit erhöhtem Kraftaufwand herzustellen, halten jedoch auch lange.

Die Oberfläche ist gut zu beizen und zu polieren, vergilbt aber unter Sonneneinwirkung. Bei der Verbindung mit Eisen können beim Kontakt mit Wasser leichte Verfärbungen auftreten.